Deutschland droht die Beteiligung an einem europäischen Krieg – ohne Sinn und Verstand

Hauptfriedhof Frankfurt (Oder)

Der offene Brief an Bundeskanzler Scholz, den ich unterschrieben habe, sollte Maßstab für eine mutige Politik Deutschlands sein. Unterzeichnen Sie ihn doch auch, es ist Gefahr im Verzuge.

https://www.emma.de/artikel/offener-brief-bundeskanzler-scholz-339463

Hier mein Wunschbild für die Gestaltung der deutschen Außenpolitik:

1. Die ukrainische wird von der deutschen Regierung aufgefordert werden, den Botschafter Melnyk abzuberufen und setzt so ein Zeichen für den ukrainischen Präsidenten und alle NATO-Staaten.

Der ukrainische Botschafter Melnyk macht Deutschland öffentlich zur Kriegspartei, indem er die Aussage „Kriegspartei Deutschland“ dem russischen Präsidenten Putin in den Mund legt. Daraus leitet er die ukrainische Forderung an Deutschland zur Lieferung „modernster“ Waffen und weiterer Milliarden Euro ab. Der 3. Weltkrieg habe schon begonnen. Die Politik des Bundeskanzlers sei zu „träge“.

Der Botschafter verletzt das Gastrecht und schadet Deutschland.

2. Die europäischen Staaten oder auch nur Deutschland, versuchen in glaubwürdiger Weise mit der Ukraine und Russland über einen Verständigungsfrieden zu verhandeln. Alleine schaffen sie es bestimmt nicht. Die USA sind in einer zweiten Runde, wenn sie es wollen, dabei.

Russland und die Ukraine haben 8 Jahre über die Durchführung von Minsk 2 verhandelt. Beide Seiten haben das Minsker Abkommen nicht eingehalten. Frieden wird es nur durch eine Verständigung geben, bei der Deutschland mit anderen europäischen Staaten mitwirken und so nicht nur Russland sondern auch der Ukraine Druck machen.

Gegenwärtig wird gerade Europa „zerdeppert“, weil sich alle Seiten noch Hoffnungen auf einen Diktatfrieden machen. Deutschland darf nicht wegen des Leides der Ukrainer Krokodilstränen vergießen. Es soll vielmehr bei einem Verständigungsfrieden nach dem Motto, alle Seiten packen ihre Forderungen auf den Tisch, entscheidend mitwirken. Russland muss lernen, dass Westeuropa und nicht die USA federführend ist. Europa muss das auf sich nehmen, um einen europäischen Krieg zu vermeiden. Denn es geht um unsere Haut, Amerika ist einige tausend Kilometer weit weg.

3. Deutschland geht auf Abstand zu den USA.

Die USA provozieren die Forderung eines Diktatfriedens der Ukraine gegenüber der angeblichen Regionalmacht Russland (so Herr Obama) und haben andere Interessen als Europa. Deshalb verhindert das Schielen auf die USA oder ein Barmen – ohne sie sind wir verloren – nur einen Verständigungsfrieden:

Der Verteidigungsminister hat der ukrainischen Regierung bedeutet, dass der Krieg mit den amerikanischen Waffen auch auf das Territorium von Russland zur Zerstörung der gegnerischen Logistik ausgedehnt werden kann.

Der Außenminister und der Verteidigungsminister der USA haben nach ihrem letzten Besuch in Kiew erklärt, dass die Ukraine militärisch siegen sollte. Und nach dem militärischen Sieg müsse dafür gesorgt werden, dass die Atommacht Russland niemals mehr in der Lage ist, einen Überfall auf die Ukraine zu wiederholen.

Bei solchen Plänen sollten gerade die Deutschen von einer kreatürlichen Angst ergriffen werden.

1919 wurde den Deutschen in Versaille ein Vertrag diktiert, der u.a. eine Wiederaufrüstung des Deutschen Reiches verhindern sollte. 20 Jahre später hatte das Deutsche Reich angeblich die stärkste Armee der Welt. Warum sollte das bei den Russen anders sein.

4. Das deutsche Interesse an einem Verständigungsfrieden zwischen Russland und der Ukraine gilt ohne wenn und aber und bestimmt die deutsche Außenpolitik.

Dies gilt selbst dann, wenn ein militärischer Sieg der Ukraine möglich wird. Wenn für einen Verständigungsfrieden bei der Ukraine etwa im Hinblick auf seine Partnerschaft mit den USA keine Bereitschaft besteht, dürfen Deutschland und Europa der Ukraine nicht helfen.

Bisher sind nachhaltige Bemühungen weder seitens Deutschlands, der EU oder der NATO für einen Verständigungsfrieden festzustellen. Telefonieren reicht nicht.

5. Wir brauchen eine neue Regierung, nicht unbedingt einen neuen Bundeskanzler.

Deutschland benötigt Persönlichkeiten, die die diplomatischen Gespräche mit Russland und der Ukraine führen. Die Grünen wie die FDP setzen auf die Karte „gegebenenfalls auch Krieg.“ Für die CDU/CSU gilt das derzeit auch. Durch Verhandlungen mit der CDU/CSU sollte festgestellt werden, ob sie sich einen Wechsel in eine Regierungskoalition mit der SPD und eine Friedenspolitik sprich Unterstützung eines Verständigungsfriedens zwischen der Ukraine und Russland vorstellen können. Wo bleibt Frau Merkel mit ihren Anhängern? Ihr ehemaliger Berater General Vad hat sich ja schon überzeugend gemeldet.

6. Neuwahlen?!

Reinhart Zarneckow

3 Gedanken zu “Deutschland droht die Beteiligung an einem europäischen Krieg – ohne Sinn und Verstand

  1. Weil ich das las: „Deutschland darf nicht wegen des Leides der Ukrainer Krokodilstränen vergießen.“, muss ich antworten. Ich weine um jedes Lebewesen, das gequält wird. Ich weine um jeden Ukrainer und um jeden Russen, die ihr Leben für diesen selbstherrlichen Putin aufs Spiel setzen. Ich weine aber auch um die vielen Toten des 1. Und 2. Weltkrieges, sei es in den Lagern oder auf den Schlachtfeldern. Ihre Energien sind frei geworden, für eine bessere Zeit.

    Man stelle sich vor: Ein Nachbar wird von einem anderen im Würgegriff gehalten und droht zu ersticken. Aus Angst, nicht in diese Auseinandersetzung hineingezogen zu werden, legen wir dem Gewürgten verschiedene Waffen vor die Türe, mit denen er sich selbst verteidigen soll, obwohl wir ihm zur Hilfe kommen müssten. Dem Nachbarn ist es nicht mehr möglich, sich zu verteidigen. Erst nachdem er tot ist, lässt sein Peiniger von ihm ab und geht ins nächste Haus… Niemand wird mehr vor ihm sicher sein, der in der Nachbarschaft wohnt.

    Ich würde mich schuldig fühlen, wenn ich aus Angst vor dem 3. Weltkrieg meinem Nachbarn nicht zur Hilfe eilen würde. Sind wir nicht schon lang mittendrin? Wir sollten lernen, wie Putin zu denken. Sollte er untergehen, wird er andere mitnehmen. Da sind Friedensverhandlungen oder ein Waffenstillstand geradezu lächerlich. Mit solch einem Menschen kann man nicht reden und trauen darf man ihm sowieso nicht. Die Petition werde ich nicht unterschreiben, weil hier mit guten Worten nicht geholfen werden kann.

    Der Westen hat sich mitschuldig gemacht. Mit Russland wurde nur über Wirtschaft geredet, wenn überhaupt. Unsere Regierungen haben sich kaufen lassen. Putin wollte nicht nur spielen! Er beißt zu!
    Putin versteht nur Stärke. Die haben wir nicht. Das weiß er genau und darauf setzt er. Er ist kein Gesprächspartner, sondern benutzt die Menschen für seine Zwecke, durch Manipulation und durch Geld. Wie wird das Ende aussehen? Was können wir tun? Nichts!
    Aufklärung der russischen Bevölkerung wäre notwendig. Die ist jedoch so sehr auf ihren Machthaber fixiert, wie die Generation, die Hitler verehrte.

    Ist Christine Lambrecht Entscheidungsträger in der BRD? Hat sie schon irgendetwas entschieden ohne unseren Kanzler zu fragen? Bei beiden ist Zaghaftigkeit wohl kaum zu überbieten.

    Warum sollte der ukrainische Botschafter Melnyk abberufen werden? Weil er gewisse Wahrheiten ausspricht? Nein! Er ist der richtige Mann am richtigen Ort. Ebenfalls am richtigen Ort sind Die Grünen wie die FDP. Hier wird Klartext geredet, im Gegensatz zu unserem Kanzler. Der ehemalige Berater General Vad hätte besser zu Hause bleiben sollen. Wenn Merkel und ihre Regierung nicht so sehr auf Putin gesetzt hätten, säßen wir jetzt nicht in der Falle.

    In Europa herrscht Krieg – ein Angriff aus dem Nichts, widerlich und sadistisch. Dieser Krieg wird weitergehen, wenn die Ukraine nicht ihre Freiheit zurückgewinnt. Aufwachen bitte!!!
    Gegen Putin kommt man nicht ohne Waffen an!

    Ein radikaler Pazifismus ist angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht mehr angemessen. Es ist an Zynismus wohl kaum zu überbieten, einem Bürger der Ukraine zu sagen, er soll sich gegen die russische Aggression ohne Waffen verteidigen. Vermitteln sollen wir? Soll man alles auf eine noch längere Bank schieben, wie es unsere Regierung bereits tut… oder vielleicht bei einem Tässchen Tee ausdiskutieren?

    Aktive Friedensarbeit hat immer einen großen Stellenwert. Die jetzige Situation braucht andere Maßnahmen, sonst gibt es bald keine Friedensarbeit mehr.

    Im Glauben verankert kann ich nur sagen: Was werden soll, wird!

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    1. Anonymous

      Vielen Dank, dass Sie so ausführlich auf meinen Beitrag eingehen. Meine Überlegung geht dahin, dass jeder Krieg schrecklich ist und so bald als möglich beendet werden sollte. Ich meine, dass dies nur durch einen Kompromiss erfolgen kann, beispielsweise die Ukraine wird wie die Schweiz neutral und ihr wird Sicherheit durch Staaten ( USA) garantiert. Die Ukraine verzichtet dafür auf eine Zugehörigkeit zur NATO. Der Unterschied: Wenn die Ukraine neutral ist, kann die NATO dort keine Soldaten oder Raketen stationieren. Wenn eine Rakete von der Ukraine Richtung Moskau abgeschossen wird, ist sie schneller dort als bei einem Abschuss aus Deutschland, so simpel denken alle Militärs. Das also muss verhandelt werden und Westeuropa sollte Waffenlieferungen davon abhängig machen, dass zeitgleich die Diplomaten beider Seiten verhandeln. Ein endloser Krieg, bis Putin kapituliert, ist grausam . Zudem ist Russland eine Atommacht. Das berücksichtigen z. B. die USA, sie senden deshalb nur Waffen und Geld aber keine Truppen nach Russland. Was aber, wenn Russland am Boden liegt? Ich bin mir nicht sicher, das der Herr Putin , der ja als gefährlich und verlogen dargestellt wird, nicht doch zur taktischen Atomwaffe greift. Angekündigt hat er das jedenfalls, lediglich unsere Experten meinen für diesen Fall, dass er doch nicht verrückt und selbstmörderisch sei.

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      1. Verzeihen Sie den Vergleich Hitler/Stalin : Putin. Für mich fahren beide auf gleicher Schiene. Kapitulation NEIN, lieber sterben, nicht wie ein Verlierer, sondern wie Märtyrer. Das russische Volk leidet durch unsere Sanktionen. Putin macht den Westen verantwortlich, das Sterben der Soldaten wird ebenfalls als notwendiges Opfer gegen den Rest der Welt dargestellt, weil von Putin ein heldenhafter Tod glorifiziert wird. Ein Menschenleben gilt für diesen Despoten nichts, ist Kanonenfutter.

        Wäre ein sofortiges Gas-Embargo nicht besser als eine Unterschrift auf der „Emma“ Petition?
        Glauben Sie mir: Ich würde mir lieber selbst das Gas abstellen, als es mir von Putin abstellen zu lassen. Darauf warte ich! Er weiß genau, wie verletzlich wir in dieser Hinsicht sind und ist perfide genug, diese ‚Karte‘ auszuspielen.

        Der Krieg wird in der Ukraine nicht endlos lange dauern. Ich denke jedoch an eine atomare Beendigung von Seiten Russlands gegen Europa. Putin hat bereits dämonische Züge erreicht. Als Sadist, und das ist er in meinen Augen, wird er zu Mitteln greifen, die wir nicht für möglich halten.
        Ob er selbst überleben wird, sei dahingestellt, ebenso das, was danach folgen wird.

        Jeder Krieg ist schrecklich, da gebe ich Ihnen recht und sollte vermieden werden. Alle Dinge sollten vermieden werden, die anderen Menschen schaden. Ich wünsche allen eine friedvolle Zukunft!

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