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Der Trieb, aus unserem Wesen etwas hervorzubringen, das zurückbleibt, wenn wir scheiden, hält uns eigentlich am Leben fest.

Friedrich Hölderlin

In Berlin am Dom, gleich neben dem Eingang, saßen Anna und Lauri und bastelten Scoubidouandenken. Kleine Plastikbänder in wunderschönen Farben. Hübsche Armbändchen, süße Herzchen mit besonders viel Rot, Schlüsselanhänger. Touristen belagerten sie. Sie kauften ihnen alles ab.
Ein Maschinenbauer kam. Er prahlte: „Drei Tage benötige ich, um eine Maschine zu entwickeln, die Scoubidoubänder herstellt.“ Scoubidou – ein modernes Märchen von Karl-Ludwig von Klitzing weiterlesen:
„Hinterher ist man immer klüger – vielleicht ist diese Binsenweisheit die einzige Lehre, die wir wirklich aus der Geschichte ziehen können. Jetzt, hinterher wissen wir, dass die Abkehr von der auf Ausgleich und gegenseitige Bändigung zielenden Politik Bismarcks in die Abgründe der Geschichte des 20. Jahrhunderts geführt hat. Rechtzeitiger Widerstand gegen Machtpolitik, säbelrasselnde Rhetorik, allerlei Verlogenheiten und gegen die Dominanz ökonomischer Interessen wäre geboten gewesen.“ – weiterlesen: „Aus der Geschichte lernen? Eine Plauderei über ein ewiges Thema“ von Christoph Ehricht

„Schlimm war die Schullektüre, die man über die Sommerferien zu bewältigen hatte. Wie ein Damoklesschwert schwebte sie während der gesamten Ferien über meinem Haupt. Alex Weddings „Ede und Unku“, „Käuzchenkuhle“ von Horst Beseler, Alfred Wellms „Kaule“ und der Gipfel der Unverschämtheit – „Mohr und die Raben von London“ von Vilmos und Ilse Korn mit über 300 Seiten. Nicht zu bewältigen für mich.“ Ich war nicht im Flow von Bettina Zarneckow – weiterlesen:
Der Frankfurter Arzt Karl-Ludwig von Klitzing hat ein Interview der ganz anderen Art geführt. Die Pandemie aus Sicht der Viren. Ein launiger Beitrag mit Blick auf Mensch und Natur. Die Virenkönigin – zum Interview:
Eine Buchbesprechung von Manfred Kannenberg-Rentschler
Deutsch oder Newspeak? Fortdauerndes Hassen von Rolf Henrich „Gegenüber Deutschland und den Deutschen hege ich gemischte Gefühle. Die Verführbarkeit meiner Landsleute zu fremdem Wesen enttäuscht mich. Ihre Borniertheit, mit der sie oft das Irrige und Maßlose betreiben, ist mir unheimlich. Ihre Formlosigkeit und alles Unwesen, was damit einhergeht, ist mir ein Greuel.“…weiterlesen:
“ Ich ertappe mich gelegentlich dabei, vor allem in Diskussionen mit einer mir sehr nahe stehenden „ progressiven“ jungen Frau, dass ich ihren vielen klugen und sicher richtigen und berechtigten Argumenten für eine gendergerechte Sprache, für Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums, für die Abkehr von einer wachstumorientierten hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaft, für autofreie Innenstädte und – kürzlich zu meinem Erstaunen – für die Legalisierung einer Ehe zu Dritt als logische Konsequenz der „Ehe für alle“ nicht viel entgegenzusetzen habe. „Vielleicht hast du ja Recht, aber überzeugen kannst du mich nicht, es springt einfach kein Funke über…“ weiterlesen: Eigentlich bin ich ja eher ein konservativer Mensch.. von Christoph Ehricht
Deutschlands Weg in die „Multiminoritätengesellschaft“ –
von Rolf Henrich
Wie negativ der Meisterdenker gegenüber jeder Art des Deutschseins eingestellt war, hat Habermas bereits im September 1989 in einem Interview mit der Zeitschrift Tempo Brasileiro klargestellt: „In der Bundesrepublik hat man gelernt,“ heißt es da, „dass die Deutschen nur noch als Ferment in einem größeren übernationalen Zusammenhang wirksam werden können.“…weiterlesen
Über Mut und Bedenken – von Bettina Zarneckow
„Wenn’s etwas gibt, gewaltiger als das Schicksal,
so ist’s der Mut, der unerschüttert trägt.“
Emanuel Geibel (1815-1884)
Im Oktober gibt es schon wunderschöne Tage
mit einem wohltuenden Naturschauspiel der bunten Blätter,
der warmen Farben…weiterlesen
Wohin treibt Frankreich? – Über die Selbstzerstörung der gallikanischen Zivilisation
Rolf Henrich
Als Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ (2015) erschien, wurde der Autor unter dem Eindruck des dschihadistischen Anschlags auf Charlie Hebdo gleichsam über Nacht zu einem Gesellschaftsdenker promoviert, der furchtlos die Eroberung Frankreichs durch die Muslime beschreibt...weiterlesen
Die Flucht der Ostdeutschen aus ihrer Geschichte nach Ines Geipel –
Reinhart Zarneckow
…Ja, es gab in der DDR einen staatlich verordneten Antifaschismus. Ist das per se schlecht ? Es gab eigentlich nichts, in das von der SED nicht hinein regiert wurde. Wesentlich ist doch wohl, dass der Antifaschismus von der großen Mehrheit verinnerlicht wurde….weiterlesen
Warten auf Hermes, den Götterboten – Eine Einladung zum Nachdenken – und gerne zum Gespräch!
Von Christoph Ehricht
Im Jahr 1900, also pünktlich zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts hat der Theologe und Philosoph Wilhelm Dilthey einen programmatischen Aufsatz veröffentlicht, in dem er die Profession des Götterboten Hermes untersucht. Der Titel des Aufsatzes lautete: „Die Entstehung der Hermeneutik“…weiterlesen
Wer Nordstream 2 stoppt, verliert die nächste Bundestagswahl –
Reinhart Zarneckow
Die USA haben drei Emissäre in Gestalt amerikanischer Senatoren beauftragt, der Stadt Sassnitz und deutschen Firmen Sanktionen anzudrohen, wenn sie sich am Bau der Pipeline beteiligen…weiterlesen
Zu den Aussichten des politischen Islam in Deutschland –
Rolf Henrich
Gefährdet der Scharia-Islam den Rechtsstaat?
Nach der jahrzehntelangen Missachtung der Rechtsstaatlichkeit durch das DDR-Regime gehörte die Wiederherstellung des Rechtsstaats 1990 zu den wichtigsten Errungenschaften der friedlichen Revolution. Dass nach der wiedergewonnenen Einheit der Scharia-Islam einmal den freiheitlichen, säkularisierten Verfassungsstaat in Deutschland gefährden könnte, war undenkbar…weiterlesen
Zeitgemäße Gedanken über die Zeit –
von Christoph Ehricht
Zeit. Schade, dass wir in unserer Sprache nur ein Wort für das haben, wofür es noch im antiken Griechenland, der Wurzel unserer Kultur, zwei Worte gab: Kronos und Kairos, eins für den unerbittlich verrinnenden Ablauf der Stunden, Tage und Jahre. Das andere, der Kairos für die erfüllte Zeit, für die Wirklichkeit eines Augenblicks, der kurz oder lang sein kann, aber der mir die Augen öffnet für das, was bleibt und trägt, den ich nicht erinnern, planen oder festhalten kann…weiterlesen








Wer Statuen zerstört, stoppt weder den Trumpismus noch den Rassismus –
Reinhart Zarneckow
Betrachten wir die Skulpturen als Zeitzeugen einer lebendigen Geschichte. Ihre Zerstörung würde Geschichte auslöschen. Schon die alten Römer haben nichts besseres gewusst als die Köpfe bedeutender Skulpturen rollen zu lassen. Das hat Rom auch nicht gerettet…weiterlesen

Erinnerungen –
Bettina Zarneckow
Friedrich Nietzsche hielt aber auch das Vergessen für eine wichtige Fähigkeit des Menschen. Es muss nicht nur Verlust bedeuten, sondern kann wesentlich zur Selbstbefreiung und zur inneren Ordnung beitragen. Oft gelingt es nur nicht. „Jemanden vergessen wollen, heißt an ihn denken.“ Jean de La Bruyère So verhält es sich auch mit Geschehnissen…weiterlesen
Liebe Freundin, sagen Sie mir, sind wir da, die Höhe der Sonne zu ermessen, oder uns an ihren Strahlen zu wärmen? Genießen! Genießen! Wo genießen wir? Mit dem Verstande oder mit dem Herzen? Ich will es nicht mehr binden und rädern, frei soll es die Flügel bewegen, ungezügelt um seine Sonne soll es fliegen, flöge es auch gefährlich, wie die Mücke um das Licht. – Ach, daß wir ein Leben bedürfen, zu lernen, wie wir leben müssten, daß wir im Tode erst ahnden, was der Himmel mit uns will.
Heinrich von Kleist an Adolphine von Werdeck (Reclam H.v.K., sämtliche Briefe)