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Der Trieb, aus unserem Wesen etwas hervorzubringen, das zurückbleibt, wenn wir scheiden, hält uns eigentlich am Leben fest.

Friedrich Hölderlin

Deutsch oder Newspeak? Fortdauerndes Hassen von Rolf Henrich „Gegenüber Deutschland und den Deutschen hege ich gemischte Gefühle. Die Verführbarkeit meiner Landsleute zu fremdem Wesen enttäuscht mich. Ihre Borniertheit, mit der sie oft das Irrige und Maßlose betreiben, ist mir unheimlich. Ihre Formlosigkeit und alles Unwesen, was damit einhergeht, ist mir ein Greuel.“…weiterlesen:
“ Ich ertappe mich gelegentlich dabei, vor allem in Diskussionen mit einer mir sehr nahe stehenden „ progressiven“ jungen Frau, dass ich ihren vielen klugen und sicher richtigen und berechtigten Argumenten für eine gendergerechte Sprache, für Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums, für die Abkehr von einer wachstumorientierten hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaft, für autofreie Innenstädte und – kürzlich zu meinem Erstaunen – für die Legalisierung einer Ehe zu Dritt als logische Konsequenz der „Ehe für alle“ nicht viel entgegenzusetzen habe. „Vielleicht hast du ja Recht, aber überzeugen kannst du mich nicht, es springt einfach kein Funke über…“ weiterlesen: Eigentlich bin ich ja eher ein konservativer Mensch.. von Christoph Ehricht
Bange Wahl von Bettina Zarneckow – Gedicht: Ob Sinnenglück, ob Seelenfrieden,
wie willst Du Dich entscheiden?
Wenn Seelenfrieden du erwählst,
sollst Sinnlichkeit du meiden? …weiterlesen
Über Mut und Bedenken – von Bettina Zarneckow
„Wenn’s etwas gibt, gewaltiger als das Schicksal,
so ist’s der Mut, der unerschüttert trägt.“
Emanuel Geibel (1815-1884)
Im Oktober gibt es schon wunderschöne Tage
mit einem wohltuenden Naturschauspiel der bunten Blätter,
der warmen Farben…weiterlesen
Wohin treibt Frankreich? – Über die Selbstzerstörung der gallikanischen Zivilisation
Rolf Henrich
Als Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ (2015) erschien, wurde der Autor unter dem Eindruck des dschihadistischen Anschlags auf Charlie Hebdo gleichsam über Nacht zu einem Gesellschaftsdenker promoviert, der furchtlos die Eroberung Frankreichs durch die Muslime beschreibt...weiterlesen
Die Flucht der Ostdeutschen aus ihrer Geschichte nach Ines Geipel –
Reinhart Zarneckow
…Ja, es gab in der DDR einen staatlich verordneten Antifaschismus. Ist das per se schlecht ? Es gab eigentlich nichts, in das von der SED nicht hinein regiert wurde. Wesentlich ist doch wohl, dass der Antifaschismus von der großen Mehrheit verinnerlicht wurde….weiterlesen
Warten auf Hermes, den Götterboten – Eine Einladung zum Nachdenken – und gerne zum Gespräch!
Von Christoph Ehricht
Im Jahr 1900, also pünktlich zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts hat der Theologe und Philosoph Wilhelm Dilthey einen programmatischen Aufsatz veröffentlicht, in dem er die Profession des Götterboten Hermes untersucht. Der Titel des Aufsatzes lautete: „Die Entstehung der Hermeneutik“…weiterlesen
Deutschlands Weg in die „Multiminoritätengesellschaft“ –
von Rolf Henrich
Wie negativ der Meisterdenker gegenüber jeder Art des Deutschseins eingestellt war, hat Habermas bereits im September 1989 in einem Interview mit der Zeitschrift Tempo Brasileiro klargestellt: „In der Bundesrepublik hat man gelernt,“ heißt es da, „dass die Deutschen nur noch als Ferment in einem größeren übernationalen Zusammenhang wirksam werden können.“…weiterlesen

Wer Nordstream 2 stoppt, verliert die nächste Bundestagswahl –
Reinhart Zarneckow
Die USA haben drei Emissäre in Gestalt amerikanischer Senatoren beauftragt, der Stadt Sassnitz und deutschen Firmen Sanktionen anzudrohen, wenn sie sich am Bau der Pipeline beteiligen…weiterlesen
Zu den Aussichten des politischen Islam in Deutschland –
Rolf Henrich
Gefährdet der Scharia-Islam den Rechtsstaat?
Nach der jahrzehntelangen Missachtung der Rechtsstaatlichkeit durch das DDR-Regime gehörte die Wiederherstellung des Rechtsstaats 1990 zu den wichtigsten Errungenschaften der friedlichen Revolution. Dass nach der wiedergewonnenen Einheit der Scharia-Islam einmal den freiheitlichen, säkularisierten Verfassungsstaat in Deutschland gefährden könnte, war undenkbar…weiterlesen
Zeitgemäße Gedanken über die Zeit –
von Christoph Ehricht
Zeit. Schade, dass wir in unserer Sprache nur ein Wort für das haben, wofür es noch im antiken Griechenland, der Wurzel unserer Kultur, zwei Worte gab: Kronos und Kairos, eins für den unerbittlich verrinnenden Ablauf der Stunden, Tage und Jahre. Das andere, der Kairos für die erfüllte Zeit, für die Wirklichkeit eines Augenblicks, der kurz oder lang sein kann, aber der mir die Augen öffnet für das, was bleibt und trägt, den ich nicht erinnern, planen oder festhalten kann…weiterlesen
 
 Ein kommentiertes Sprichwort aus den Adagia 
des Desiderius Erasmus von Rotterdam
 
 Unus vir nullus vir
 Einer ist keiner
 
  Das heißt, dass ein einzelner Mensch ohne die Hilfe anderer
 nichts Bedeutendes zustande bringen kann.
 In diese Richtung geht auch, was Euripides in den Herakliden sagt:
 „Denn eine einsame Hand taugt nicht zum Kampf.“
 Von ihm ist auch der Satz
 „Der einzelne Mann sieht nicht alles.“
 Dieses Sprichwort kann verschiedentlich gebraucht werden,  
 etwa um zu sagen, dass das Leben bitter ist ohne den täglichen  
 Umgang mit einem Freund, dass man sich nicht dem Urteil  
 nur eines Einzelnen ausliefern sollte, oder dass die geistige  
 Beschäftigung ohne einen Gefährten, der, wie man sagt, 
 derselben Muse nacheifert, schlichtweg erfriert.
 Kurzum, man kann das Sprichwort in Bezug auf  
 jedwede Tätigkeit anwenden, die ohne die Mithilfe  
 eines anderen nicht vollbracht werden kann.  
 Zenodot erwähnt dieses Sprichwort. 
Eine Buchbesprechung von Rolf Henrich
Wer Statuen zerstört, stoppt weder den Trumpismus noch den Rassismus –
Reinhart Zarneckow
Betrachten wir die Skulpturen als Zeitzeugen einer lebendigen Geschichte. Ihre Zerstörung würde Geschichte auslöschen. Schon die alten Römer haben nichts besseres gewusst als die Köpfe bedeutender Skulpturen rollen zu lassen. Das hat Rom auch nicht gerettet…weiterlesen

Erinnerungen –
Bettina Zarneckow
Friedrich Nietzsche hielt aber auch das Vergessen für eine wichtige Fähigkeit des Menschen. Es muss nicht nur Verlust bedeuten, sondern kann wesentlich zur Selbstbefreiung und zur inneren Ordnung beitragen. Oft gelingt es nur nicht. „Jemanden vergessen wollen, heißt an ihn denken.“ Jean de La Bruyère So verhält es sich auch mit Geschehnissen…weiterlesen
Eugen Roth 
Zeitgemäß 

Ein Mensch, der mit Descarts gedacht, 
dass Denken erst das Leben macht, 
gerät in Zeiten, wo man Denker 
nicht wünscht - und wenn, dann nur zum Henker. 
Er kehrt den alten Lehrsatz um 
und sagt: non cogiti, ergo sum!

Liebe Freundin, sagen Sie mir, sind wir da, die Höhe der Sonne zu ermessen, oder uns an ihren Strahlen zu wärmen? Genießen! Genießen! Wo genießen wir? Mit dem Verstande oder mit dem Herzen? Ich will es nicht mehr binden und rädern, frei soll es die Flügel bewegen, ungezügelt um seine Sonne soll es fliegen, flöge es auch gefährlich, wie die Mücke um das Licht. – Ach, daß wir ein Leben bedürfen, zu lernen, wie wir leben müssten, daß wir im Tode erst ahnden, was der Himmel mit uns will.
Heinrich von Kleist an Adolphine von Werdeck (Reclam H.v.K., sämtliche Briefe)