Erneut in eigener Sache, aber diesmal vor allem ein Geburtstagsbrief

Liebe Bettina,

wieder einmal will ich „in eigener Sache“ einen Brief schreiben, also als Dein Freund und als Mensch mit einer theologischen Profession. Es wird ein besonderer Brief, da ich beim Nachdenken und beim Schreiben sehr an Dich und unsere Begegnungen denke, an neue Einsichten, die ich daraus gewonnen habe und natürlich an Deinen bevorstehenden Geburtstag am 10. November. Ich freue mich auch, wenn dieser Brief in Deinem Blog erscheint und vielleicht manchen zu eigenem Nachdenken und Gespräch anregt. Und zu weiteren Glückwünschen für Dich!

Neben Deinem Geburtstag war ein weiterer Impuls dafür Dir zu schreiben ein Gespräch mit Hartmut Rosa über sein neues Buch „Demokratie braucht Religion“ am 28.10. im Deutschlandfunk in der Sendereihe „Tag für Tag“. Man kann das Gespräch in der Mediathek des Senders nachhören und natürlich kann man das Buch lesen! Ich habe es mir fest vorgenommen und will es Dir auch zum Geburtstag schenken. Dann können wir demnächst darüber gemeinsam nachdenken.

Beim Zuhören der Sendung im DLF erinnerte ich mich daran, dass ich vor fünfzehn Jahren von einer Gesellschaft für Psychotherapie zu einem Symposium eingeladen worden war um einen Impuls für die Diskussion über die Bedeutung von Religion für Sinnfindung und Lebensgestaltung zu geben. Ich habe damals versucht, Friedrich Schleiermacher und Karl Barth ins Gespräch mit Viktor Frankl zu bringen und ehrlich auch das protestantische Unbehagen im Umgang mit dem Begriff Religion zu erläutern. In diesem Unbehagen wurde ich später bestätigt, als mir eine Anekdote aus einer deutschen jüdischen Gemeinde erzählt wurde. Dort soll ein Gemeindevorsteher zu einem Kandidaten für das Rabbineramt gesagt haben: „Sie können über alles predigen. Aber bitte nicht über Religion.“

Sankt Michaelis – Hamburg

Soweit ich das Interview richtig erinnere, bemüht sich Hartmut Rosa um ein offenes, unverkrampftes Verständnis von Religion, die er ohne ihre jeweiligen dogmatischen und institutionellen Bindungen und Verankerungen betrachtet. Ich will mich dem gerne öffnen, muss darüber aber noch ein wenig nachdenken. Als alter Kirchenmann sehe ich immer die Gefahr, dass die einer Religion anvertrauten Wahrheiten ohne institutionellen Rahmen verdunsten oder sich auflösen. Aber fraglos gewinnt Rosa auf diesem Weg ganz wichtige Einsichten.

Er knüpft in seinem neuen Buch an frühere Gedanken über die Bedeutung von Resonanz und Unverfügbarkeit für gelingendes Leben an, über die man einiges in Deinem Blog nachlesen kann, zum Beispiel in einer Predigt aus Ludwigsburg vom vergangenen Jahr. Unter anderem diese Gedanken bezieht er nun dezidiert auf das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft. Eines seiner Argumente lautet: Religion ist unverzichtbar, weil sie von dem Wahn befreit, alles sei machbar und verfügbar. Nur in der dann erreichten Freiheit und Selbstbescheidung werden lebendiges Gespräch und Diskurse möglich, die unerlässlichen Bedingungen für funktionierende Demokratie. Diese Überlegung ist eine interessante Anwendung des oft zitierten und leider ebenso oft vergessenen Satzes, dass der freiheitliche Staat von Voraussetzungen lebt, die er nicht selber erschaffen kann. Oder, wie es auf Vorschlag der Kirchen in der Mecklenburg-vorpommerschen Landesverfassung heißt: Politische Verantwortung wird im Wissen um die Grenzen menschlichen Tuns wahrgenommen.

Andere Argumentationslinien, so hebt Rosa nach meiner Erinnerung in dem Interview hervor, beziehen sich auf den Abschied von der Vergötzung des grenzenlosen Wachstums und auf den Verzicht jeder guten Religion auf einen Absolutheitsanspruch, die Behauptung allein im Besitz der Wahrheit zu sein. Ich bin gespannt, ob ich von diesen zuletzt genannten Überlegungen überzeugt sein werde, wenn ich das Buch gelesen habe. Sicher kann man gerade hier Unbehagen gegenüber der Religion empfinden. Nicht zuletzt gegenüber der christlichen, weniger vielleicht gegenüber dem Judentum. Jüdisches Denken, soweit ich es verstehe, lebt von der Einsicht: Es gibt auf alles noch mindestens einen anderen Blick. Auf alles.

Frauenkirche – Dresden

Aber ja, Demokratie braucht Religion. Weil, so möchte ich ergänzen, weil sie von Illusionen befreit und vor jeder Form von Selbstgerechtigkeit bewahrt. Wie sehr wünsche ich mir, dass diese Religion unser Zusammenleben prägt. Viele der wohlfeilen Reden über den notwendigen Zusammenhalt in der Krise würden sehr viel überzeugender werden, wenn sie sehr viel weniger selbstgerecht wären, statt dessen geprägt von echter historischer Bildung und kluger Lebenserfahrung. Wenn ein Richard von Weizsäcker oder ein Hans von Dohnanyi die letzte präsidiale Rede gehalten hätte und nicht der aktuelle Bundespräsident.

Warum, so muss ich bitter fragen, warum ist es so schwer, ungeschminkt über die Mitschuld des Westens am Krieg in der Ukraine zu sprechen? Mitschuld nicht in dem lächerlichen Sinn, zulange zu vertrauensselig gegenüber Moskau gewesen zu sein, sondern, weil umgekehrt ein Schuh daraus wird: im Eingeständnis der – milde gesagt – Halbherzigkeiten und der – schärfer formuliert – vielen Verlogenheiten in der westlichen Russlandpolitik. Vor der Krimannexion Russlands, um nur dies in Erinnerung zu rufen, hat es ja durchaus Möglichkeiten gegeben, eine friedliche und einvernehmliche Lösung des Problems zu finden. Es sollte nicht sein. Wie es auch nicht sein sollte, die Bereitschaft des ukrainischen Präsidenten über eine Neutralität des Landes, den Verzicht auf die Krim und eine Autonomie des Donbass zu verhandeln für eine frühzeitige Konfliktlösung zu nutzen, wenigstens für den Versuch. Ich kann mich nicht frei machen von Fontanes ernüchternder Einsicht: Sie reden von Gott, meinen aber Baumwolle. Sie reden von Völkerrecht, Freiheit und Menschenrechten, meinen aber die ökonomischen Interessen hegemonialer Globalpolitik US-amerikanischer Provenienz.

Liebe Bettina, an dieser Stelle muss ich eine späte Reaktion geben auf Deinen Text über „Beredtes Schweigen“ in Deinem Blog. Das Schweigen über die Schuldigen an der Zerstörung der Nord Stream – Pipeline ist ja nun wirklich sehr beredt. Nach Präsident Bidens Ankündigung Nord Stream 2 zu beenden – erinnere ich mich recht, dass er „killen“ gesagt hat? -, Wochen vor dem russischen Angriff auf die Ukraine, hatte ich meinen hiesigen Bundestagesabgeordneten gebeten herauszubekommen, ob damit eine Bombardierung von Lubmin durch amerikanische Bomber gemeint ist. Leider hat er mir keine Antwort gegeben. Nun ist zu hören, dass aus Rücksicht auf befreundete Geheimdienste noch (?) keine Informationen gegeben werden können. Ich kann es nicht fassen. Wo bleiben nun die vollmundigen Ankündigungen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden? Oder wusste der polnische Sejm-Abgeordnete doch mehr, der gleich nach Empfang der Nachricht von der Zerstörung der Pipeline twitterte: „Danke Amerika!“

Demokratie braucht Religion. Religion hilft, mich von Lebenslügen zu befreien. Die wirklich gefährlichen Lügen sind diejenigen, die ich für Wahrheit halte, wie Friedrich Nietzsche sagt. Mehr und mehr denke ich, dass die transatlantische Partnerschaft – oder muss man besser von der deutschen Vasallentreue gegenüber Amerika sprechen – so eine gefährliche Lebenslüge ist, die uns den ungeschminkten Blick auf die Wirklichkeit verbaut und erst recht den nötigen anderen Blick. Überdies fürchte ich – ja, wirklich, ich fürchte das! -, dass Eugen Ruge recht hat, wenn er in seinem Artikel in der FAZ am 3.11. schreibt, dass man mitunter fast glauben möchte, in Deutschland gebe es „so etwas wie Erleichterung darüber zu spüren, dass sich der wahre Charakter des Russen nun endlich offenbart hat und dass, endlich, 77 Jahre danach die Zeichen historischer Schuld an der Stirn eines anderen erscheinen.“ Anders kann ich mir manche der dummdreisten Äußerungen über Putin und Russland nicht erklären, die ich hier gar nicht wiederholen will. Nachträgliche Dementis – nicht so gemeint, falsch verstanden! – machen die Sache eher noch schlimmer. Danke übrigens, liebe Bettina, dass Du mich auf diesen Text von Eugen Ruge aufmerksam gemacht hast! Er spricht mir in vielem aus dem Herzen.

Die Politik und die öffentliche Meinung in anderen, mir nahe stehenden Ländern außerhalb Europas werden derzeit bestimmt von einer deutlichen Verurteilung des russischen Angriffskrieges, der als Ausdruck eines russischen Imperialismus verstanden wird. Aber ebenso von einem großen Misstrauen gegenüber dem ukrainischen Nationalismus und den Kräften, die ihn fördern und ausnutzen. Ich bin ziemlich sicher, dass die deutsche Politik der bedingungslosen Solidarität mit Kiew nicht zuletzt auch zum Schaden für die Ukraine ist. Dass auch Moskau sich fragen lassen muss, warum es nicht gelungen ist, Ängste der Nachbarn abzubauen und ein attraktiver, einladender Partner zu werden, sondern statt dessen völlig untaugliche und nur zu verurteilende Mittel zur Konfliktlösung anzuwenden, versteht sich ja von selbst. Aber das steht auf einem anderen Blatt, das nicht hier zu schreiben ist.

Demokratie braucht Religion. Ich freue mich auf die Lektüre dieses Buches! Und bin gespannt, ob Religion für Hartmut Rosa auch darum gebraucht wird, weil sie uns Hoffnung schenkt. Die Hoffnung, dass es neue Möglichkeiten gibt, wo wir an die Grenzen unserer Möglichkeiten gelangt sind. Weil sie neue Perspektiven eröffnet, immer wieder auch den schon erwähnten anderen Blick. Und weil sie uns Gelassenheit schenkt, heute, wo Hysterie und Panik Hochkonjunktur haben, vielleicht die wichtigste Tugend religiöser Lebenshaltung.

Stadtpfarrkirche Lebus

Hartmut Rosa spricht in dem Interview darüber, dass das Hören die wichtigste Tätigkeit ist, zu der die Religion uns veranlassen will. Hören in dem doppelten Sinn, den die englische Sprache besser ausdrückt, die zwischen to listen und to hear unterscheiden kann, vielleicht ein wenig vergleichbar dem Unterschied zwischen Hören und Horchen im Deutschen. Ein eher aktives und ein eher passives Hören, wie es in allen Religionen im Gebet seinen Ausdruck findet. „Höre Israel“ – so beginnt das grundlegende Gebot jüdischer Frömmigkeit, vorbildlich für alle Religionen!

Zum Hören gehört auch das – hoffentlich rechtzeitige – Auf-hören. Und, liebe Bettina, wie Recht hast Du damit, das Schweigen! Und zu jeder guten Religion gehört die Barmherzigkeit der sanften Lethe – ich habe Dir schon geschrieben, wie sehr mich die poetische Kraft Deines Gedichtes ganz unmittelbar berührt hat. Jedes einzelne Wort stimmt und steht am richtigen Platz. Hab noch mal Dank dafür (und überhaupt )

Sei lieb gegrüßt mit besten Wünschen zum 10. November und für Dein neues Lebensjahr, ein hoffentlich friedlicheres Annus Domini

Dein Christoph

Christoph Ehricht: Protestantisches Unbehagen im Umgang mit dem Begriff Religion. In: Jörg Zimmermann u.a. (Hrgb.) Sinn und Sein. Schriftenreihe der Gesellschaft für Logotherapine und Existenzanalytische Psychotherapie Bd.1, S. 17 – 23 Lengerich 2015

Hartmut Rosa: Demokratie braucht Religion. Kösel-Verlag München 2022

Eugen Ruge: Warum Völkerhass niemals nützlich sein kann. FAZ 3.11.2022

Difficile est saturam non scibere

Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben! Dieses verzweifelte Aufstöhnen des römischen Dichters Juvenal aus der Zeit des Kaisers Domitian geht mir beim Nachdenken über manche aktuellen Vorgänge nicht aus dem Sinn – je älter ich werde, um so mehr.

Dabei scheint es jetzt ganz im Gegenteil gerade schwer zu sein, eine Satire zu schreiben. Jedenfalls gewinne ich diesen Eindruck, wenn ich – zugegeben, es geschieht immer seltener – Satiresendungen in Radio oder Fernsehen anhöre oder anschaue. Oft erinnern sie mich an die gequälten Kabarettprogramme aus der DDR , wo ein bestimmter Themenbereich freigegeben war zur Satire, andere und viel entscheidendere Dinge aber nicht angesprochen werden durften. (Mit gespitzten Ohren wartete das Publikum immer auf Tabuverletzungen, die dann mit besonderem Beifall honoriert wurden, hinterher gelegentlich mit Auftrittverboten oder Schlimmerem für die Akteure.)

Ich glaube nicht, dass heute wieder eine Zensurbehörde tätig ist wie seinerzeit in meiner Kindheit und Jugend. Eher fürchte ich, dass eine Schere im Kopf der Satiriker arbeitet, eine Mischung aus vielleicht ehrlicher eigener Überzeugung und Angst vor einem medialen Shitstorm. Unter dem Strich ist das viel, viel wirksamer als die Schere einer Zensur, vor der man sich ja immer mit Karl Kraus rechtfertigen oder trösten konnte, dass ein Text zu Recht verboten wird, wenn der Zensor ihn versteht.

Aber zurück zu unserer lateinischen Überschrift. Satire – das heißt ja frei übersetzt: man könnte darüber lachen, wenn es nicht so ernst wäre. Mir ging es so, als ich die Übertragung der Konstituierung unseres neu gewählten Bundestages verfolgt habe, des zweitgrößten Parlaments der Welt nach dem Volkskongress der Volksrepublik China. Allein das ist ja eigentlich lächerlich oder eher noch ein Grund zum Schämen. Und wenn dann auch noch eines Volkskongresses würdige Rituale zelebriert werden, indem die Parteien des demokratischen Blocks wie ein Mann (!) die Abweichler niedermachen und gegen alle Gepflogenheiten ausgrenzen? Ich bin wirklich kein Freund der Partei der Abweichler. Vielleicht macht es mich gerade darum so wütend, wenn ihr törichterweise Popularität geschenkt wird.

Beim weiteren Aufschreiben meiner Gedanken merke ich, dass ich nun auch einen Bogen mache um Themen, die mich eigentlich noch mehr als die eben genannten beschäftigen. Die Hysterie der apokalyptischen Weltuntergangsstimmung. Die Sackgassen einer nicht zu Ende gedachten Energiewende. Die Absurditäten der verstolperten Transformation zur E-Mobilität. Journalisten, die sensationslüstern von „Putins Gaskrieg“ schreiben und vergessen, dass das erste Opfer in einem Krieg immer die Wahrheit ist. Ein Stichwortzettel für Juvenal, der sich leider mühelos verlängern ließe? Oder lieber nicht? Ist z.B. die „cancel culture“ nun doch zu alarmierend, als dass man darüber lachen sollte?

Ich lasse die Frage einmal einfach so stehen und komme lieber noch einmal zurück zu der Beobachtung, die für mich diesmal der Anlass war, zur Feder zu greifen: die letzte Bundestagswahl mit dem grotesken Ergebnis nach einem ebenso grotesken Verlauf. Wie mag es wohl zu erklären sein, dass unmittelbar nach den peinlichen Pannen des Wahlverlaufs in der Hauptstadt eilfertig von Medien und Politikern versichert wurde, auf das Ergebnis der Bundestagswahl hätten die Pannen keinen Einfluss gehabt? Wenn Wahllokale noch Stunden nach Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen geöffnet sind – ist das ohne Belang? Wo sonst so sorgfältig darauf geachtet wird, dass Prognosen auch nicht eine Minute vor 18 Uhr veröffentlicht werden dürfen, weil sonst Wähler beeinflusst werden könnten?

Aber noch mehr ärgert mich wie gesagt unser Spitzenplatz in der Weltrangliste der größten Parlamente. Ich denke, hier hätte das Bundesverfassungsgericht, dessen letzte Urteile über das Klimagesetz oder die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mich auch mehr an eine unfreiwillige Satire erinnern, die Pflicht gehabt, ein neues Wahlrecht nicht nur anzumahnen, sondern auch konkrete Pflöcke dafür einzuschlagen, wie so ein neues Recht aussehen könnte. Z.B. durch eine zwingend vorgegebene Verringerung der Wahlkreise und durch Eckpunkte für ein Wahlsystem, das mir als Wähler die Möglichkeit gibt, wirklich eine neue Regierung zu wählen und nicht nur den Auftrag für eine Kompromisssuche mit völlig ungewissem Ausgang zu erteilen. So wie es derzeit abläuft, kommt es mir jedes Mal eher wie eine unfreiwillige Satire vor, wenn die Parteien sich so gerne auf den Wählerwillen berufen.

Ebenso wie ich leider auch das schon angesprochene Urteil nur lächerlich finden kann, in dem höchstrichterlich und allen Ernstes festgestellt wird, dass Länderparlamente nur eine einzige Entscheidungsoption haben, die Zustimmung. Der Volkskongress lässt grüßen. Schade. Früher war ich stolz auf das Gericht in Karlsruhe.

Viel ist nicht bekannt über Juvenal, den Satiriker. Sehr wach hat er die Symptome einer schleichenden Erosion der spätrömischen Gesellschaft ins Visier genommen.

Wahrscheinlich wurde er von dem wenig zimperlichen Kaiser Domitian darum als Bedrohung empfunden und zur Strafe für seine spitze Feder in die Verbannung geschickt. Diese Angst brauchen Satiriker von heute nicht zu haben. Ein Glück. Andererseits – Satire, die nichts kostet und mit keinem Risiko verbunden ist, sondern nur wohlfeil daherkommt, sie wird schnell kraftlos und bewirkt nicht, was sie eigentlich bewirken soll: ein befreiendes und erlösendes Lachen!

Christoph Ehricht