Die schönste Wiese

Ein frisch gemähtes Sommerfeld
hat heute mein Gemüt erhellt.
Beim abendlichen Dauerlauf,
fiel mir die schönste Wiese auf.
Erst nahm ich unvermutet wahr,
dass sanfter Duft im Schwange war,
nach Gras, das eben ward gekürzt
und nun die späten Lüfte würzt.
Dann sah ich Bauers Schnittwerk an,
wie Traktors Bahnen er verspann,
kunstvoll, dass dieses Fleckchen Erde,
zum reich gedeckten Tische werde.
Für Storch und Reiher, Star und Spatz,
herbeigeeilt noch eine Katz;
der Bussard hat auch Platz genommen,
vom Gastmahl etwas abbekommen.
Nur Frosch und Maus sind voller Sorgen,
ihr Dasein plötzlich unverborgen.
Und manches Würmchen sich nun kauert,
die Mahd des Bauern sehr bedauert.
Ein Wind kam auf und ließ mich lauschen,
der mächtgen Weiden Blätterrauschen.
Auch die Robinie er belebte,
ein Hauch von Bergamotte schwebte.
So viel erblickt ich auf der Wiese,
dazu noch diese duftend Brise.
Ein Abend voller Sinnlichkeit.
Was hält Natur für uns bereit?!
Am Horizont die Sonne sinkt,
ein warmes Licht noch einmal bringt.
Vielleicht bei meinem nächsten Lauf,
geht dann die Sonne für mich auf...
Bettina Zarneckow