Was bleibt

Das Leben scheint als Augenblick - 
gewesen und vorbei. 
Nichts gibt es wieder, kommt zurück, 
was wird ist alles neu.

Im Hiersein bleibt besteh'n was ist,
erneut als Augenblick. 
Und Atemzug um Atemzug erklimmst du dein Geschick.

Geht dir voraus, woraus du bist,
betrittst du eine Leere, 
und rückwärts suchend, wahren wollend,
beginnst du eine Kehre.

Die Angst, wer ging wird dir entgleiten,
macht nun dein Dasein schwer.
Doch was aus Liebe wird gehalten, 
das gibst du niemals her.

Ein letztes Wort, ein Blick .... was bleibt? -
dein letzter Händedruck - 

Dies lässt du uns als Spur zurück 
und sie wird mächtig, ....groß - 
Im Gehen dieser letzte Wink,
ich nehm' ihn als Kairos.



Bettina Zarneckow

meine Mutter Rosemarie *02.05.1934 – 12.01.2022


11 Gedanken zu “Was bleibt

    1. Herzlichen Dank, Barbara! Für Deine Anteilnahme und Dein wohltuendes Kompliment.
      Inspiration für das Gedicht war der Tod meiner Mutter. Geholfen hat mir das großartige Buch von Hannah Ahrendt „Ich selbst, auch ich tanze“, von Dir so wunderbar in Deinem Blog vorgestellt. Schön!

      Gefällt 1 Person

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