Befreundete Wege

Wie weit ist zu weit, wie nah, nah genug, 
wer herrschet über die Ferne?
Wer bändigt das Streben zum Nahsein, zum Leben,
wer hindert das Leuchten der Sterne?
Kaum gehbare Stege, belagerte Wege,
kostbare Zeit rinnt dahin.
Freudenleer schwindet Stund' um Stund',
vernebeltes Sein sucht nach Sinn.
Doch manches Mal funkelt in lautester Stille 
ein wärmendes Licht - voller Kraft,
erinnert uns an Verbundenheit,
bringt selig durch tiefdunkle Nacht.

Bettina Zarneckow

Stille Seele

Verlegene Blicke, Behutsamkeit,
bedächtiges, maßvolles Sagen.
Kaum fühlbare Nähe, nur ein zarter Hauch
und doch spür dein Herz ich schlagen.
Ach, stünde die Zeit im Flimmern der Sinne,
ach fasste sie sich ein Herz

- ganz sacht -

Ach bleib mir in alle Ewigkeit - bezaubernde Himmelsmacht.

Bettina Zarneckow

Auf diesem Stein am Strand von Binz hörte ich das Lied von Nina Simone. Hier entstand das Gedicht.