Wie weit ist zu weit, wie nah, nah genug,
wer herrschet über die Ferne?
Wer bändigt das Streben zum Nahsein, zum Leben,
wer hindert das Leuchten der Sterne?
Kaum gehbare Stege, belagerte Wege,
kostbare Zeit rinnt dahin.
Freudenleer schwindet Stund' um Stund',
vernebeltes Sein sucht nach Sinn.
Doch manches Mal funkelt in lautester Stille
ein wärmendes Licht - voller Kraft,
erinnert uns an Verbundenheit,
bringt selig durch tiefdunkle Nacht.
Bettina Zarneckow


